Am 16. März 2026 startet die Unterschriftensammlung für die Stadtzuger Volksinitiative «Unterer Frauenstein Artherstrasse 6, Zug: Parkanlage mit Seezugang und Villa für die Zuger Bevölkerung sichern». Ziel ist, dass die Stadt Zug das Grundstück an einmaliger Lage erwirbt und öffentlich zugänglich macht.
Nach dem Nein der Mehrheit des Grossen Gemeinderats zum Kauf des Grundstücks an der Artherstrasse 6 hat sich ein neunköpfiges Initiativkomitee gebildet, mit dem Ziel, das Geschäft dem Volk vorzulegen. Anstoss dazu gab Monika Mathers, die bereits im vergangenen Jahr mit einer Einzelinitiative verlangt hatte, dass die Stadt Kaufverhandlungen aufnimmt.
Bis zum 31. Mai 2026 sollen mindestens 800 gültige Unterschriften gesammelt werden, damit die Zuger Stimmberechtigten über den Kauf entscheiden können.
Eine einmalige Chance für die Stadt Zug
Die Villa Unterer Frauenstein aus dem Jahr 1850 liegt auf einem 5500 Quadratmeter grossen Grundstück mit rund 70 Metern Seeanstoss – direkt neben der Badi Seeliken und dem Theater Casino. Die Stadt könnte damit das bestehende öffentliche Gelände arrondieren und massgeblich vergrössern. Das ist eine einmalige Gelegenheit. Solche Grundstücke direkt am See kommen selten bis nie auf den Markt.
«Es geht darum, ein Stück Zuger Seeufer und eine wunderbare Parkanlage dauerhaft für die Öffentlichkeit zu sichern», sagt Komiteepräsidentin Monika Mathers. «Wenn dieses Grundstück privat verkauft wird, bleibt es der Bevölkerung auf Jahrzehnte hinaus verschlossen.»
Investition mit Weitblick statt Ausverkauf der Heimat
Der vereinbarte Kaufpreis von 44 Millionen Franken basiert auf einem unabhängigen Bewertungsgutachten. Für das Initiativkomitee ist klar: Der Erwerb ist eine langfristige Investition in die Lebensqualität der wachsenden Stadt. Grün- und Freiräume zu sichern ist essenziell in der stark wachsenden Stadt. Und auch finanziell ist der Kauf vertretbar. Die Stadt kann den Kauf heute ohne Mühe aus Eigenmitteln finanzieren. Und in Zukunft ist damit zu rechnen, dass der Landwert noch weiter steigen wird. «Wir sind überzeugt, die zukünftigen Generationen werden es uns danken» ist sich das Komitee einig.